Professur für Geschichte und Theorie des Städtebaus
Prof. Dr. Tom Avermaete

  1. Publication, Tom Avermaete, Maxime Zaugg. Agadir - Building the Modern Afropolis. Zürich: Park Books, 2022. Print
  2. Book Prize, Tom Avermaete, Janina Gosseye. Urban Design in the 20th Century - A History. Zürich: gta Verlag, 2021. Print


Das Wissen über Städte ist entscheidend. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt derzeit in städtischen Gebieten und als Folge davon durchläuft die Geschichte und Theorie des Städtebaus eine Phase reichhaltiger Experimente. Die Professur für Geschichte und Theorie des Städtebaus untersucht dementsprechend die Geschichten und Theorien der Stadtentwicklung als kritische und prospektive Kapazitäten, die in der Gegenwart Verbindungen zwischen Vergangenheit und Zukunft herstellen können.

Die Professur untersucht die Stadtgestaltung anhand von drei Schwerpunkten. Erstens nähert sie sich dem Städtebau als materieller Kultur und stellt fest, dass der Städtebau nicht nur eine Reihe von immateriellen Ideen und Konzepten ist, sondern auch ein Wissensgebiet über materielle Ressourcen, Handwerk und Bauwesen. Zweitens, inspiriert von der Vielfalt und den sich verändernden Geografien der globalen Urbanisierung, erweitert die Professur den Anwendungsbereich des Städtebaus als interkulturelles Wissensfeld, indem sie Erfahrungen des Städtebaus jenseits der europäisch-amerikanischen Grenzen einbezieht. Schlussendlich begreift die Professur die Stadtgestaltung als eine gemeinschafliche Angelegenheit. Sie postuliert, dass die Entwicklung von Städten ebenso ein Vorrecht der BürgerInnen wie von DesignerInnen, KonstrukteurInnen und EntwicklerInnen ist.

Die Professur für Geschichte und Theorie des Städtebaus bietet eine Reihe von Vorlesungen und Seminaren an, die sich mit diesen drei Schwerpunkten befassen und Forschungsprojekte durchführen, die unser Verständnis für die Geschichte, die gegenwärtigen Bedingungen und die zukünftigen Möglichkeiten der Stadtentwicklung vertiefen. Ziel ist, die Geschichte des Städtebaus als interkulturelles Wissensfeld zurückzugewinnen, das sich mit der Architektur der Stadt als Integrator wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und technischer Innovationen sowie des sozialen und kulturellen Fortschritts beschäftigt.