Niloofar Rasooli
Curriculum vitae

Niloofar Rasooli ist seit 2021 Stipendiatin des Doktoratsprogramms am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich. Ihre Forschung konzentriert sich auf geschlechtsspezifische Räume („gendered spaces“) im Iran des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts und die Agentialität von Frauen, Dienern, Eunuchen und anderen marginalisierten Identitäten in der Produktion radikaler Räume („radical spaces“).

Niloofar hat einen Master-Abschluss der Universität Teheran in Geschichte der iranischen Architektur; sie schloss ihr Studium 2018 mit der Arbeit "An Introduction to Gender Studies in the Architecture of Iran: The Structure of Gendered Spaces in Qajar Aristocratic Houses of Tehran“ ab.

Danach arbeitete sie als Journalistin bei Etemad Daily (2019-2021), wo sie sich für den Bereich “Frauen und Ungleichheit" insbesondere mit dem Status von Frauen in der Architektur, der ersten Generation von Architektinnen im Iran, räumlicher Marginalität und dem Leben und den Rechten afghanischer Frauen im Iran beschäftigte. Ihre Serie von Berichten über die Probleme bei der Beantragung der Staatsbürgerschaft für Kinder von mit Männern nicht-iranischer Nationalität verheirateten Frauen gewann den ersten Preis der Ungleichheitsberichte des iranischen Arbeits- und Sozialministeriums (2020).

Neben ihrer journalistischen Tätigkeit hat Niloofar als Gastredakteurin, Autorin und Übersetzerin für Abadi (Zeitschrift des Iranian Urban Planning and Architecture Studies and Research Center), Hamshahri-e-Memari (Architekturzeitschrift der Stadtverwaltung Teheran) und Koubeh (online-Zeitschrift für Architektur im Iran) gearbeitet. Vor kurzem hat sie eine Sonderausgabe von Koubeh über Raum, Geschlecht und Macht herausgegeben.